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Die aus Modena, Italien stammende Band KARMIAN hat sich innerhalb der italienischen Melodic Death Metal Szene eine unverwechselbare Position erspielt, indem sie extreme Musik nicht nur als Mittel der Aggression, sondern als narrative und philosophische Sprache verstehen.
Das Konzept-Album ist in vier Akte unterteilt, die jeweils durch einen kurzen instrumentalen Track eingeleitet werden. Diese Einleitungen starten jeweils eher ruhig, gipfeln in Gitarren und Synthesizer-Läufen, um dann gegen hinten wieder abzuflachen.
Aus Saint-Pierre stammt das Trio LOMOR. Hört man sich den derben und wilden Thrash Metal an, muss das Leben auf dieser wunderschönen Insel ziemlich schrecklich sein, wenn man sich die musikalischen Attacken der Jungs zur Brust nimmt. Da hätte ich eher auf einen stimmigen Reggae getippt, als auf diese zerstörerischen Melodien.
Mit «Dante» verwandelt Tobias Püschner seine Ein-Mann-Vision DAIDALOS in etwas, das einer inszenierten Reise gleicht. Es handelt sich nicht einfach um eine Sammlung von Songs, die von ‘Die Göttliche Komödie’ inspiriert sind, sondern eher um eine geführte Reise. Senke die Nadel auf das Vinyl, und du befindest dich nicht mehr ausserhalb der Geschichte, sondern wandelst an der Seite Dantes selbst in die Untiefen.
Die Australier GREYSTONE CANYON kommen mit einem halben Cover-Album auf die Fans der Melbourner zu. Die andere Hälfte sind eigene Tracks, welche den Jungs aber bedeutend besser gelungen sind.
Die Finnen ruhen sich scheinbar nicht so schnell aus und verbringen augenscheinlich mehr Zeit im Studio als in der Sauna. Erst vor fünf Jahren veröffentlichten Kalle Pöysko (Gitarre) und Niko Hienonen (Gesang, Drums) ihre erste EP, letztes Jahr kam das erste Studio-Album und nun haben KARU bereits den Nachfolger fertig, wobei sie dem Zuhörer einiges abverlangen und gleichzeitig auch unendlich viel bieten.
Die Italiener SECRET RULE gehen mit ihrem zehnten Album nochmals einen grossen Schritt weiter im Vergleich zum Vorgängerwerk. Ihre Mischung aus Heavy Metal, Industrial und Symphonic Metal klingt jetzt nicht mehr nur gut, sondern schlicht weltklasse. Dabei sind es wohl eher kleine als grosse Feinjustierungen, welche die vier Musiker vorgenommen haben.
BALT HÜTTAR zeichnen sich seit langem durch ihren starken konzeptionellen Ansatz und ihre musische Intensität aus. Mit «Tanzerloch» machen sie einen mutigen Schritt nach vorne und bieten eine eindringliche und tief verwurzelte Vision von Folk Metal, in der Mythos, Sprache und Klang in einem Ritual der Erinnerung und des Widerstands zusammenfliessen.
Manchmal kann man sich massiv täuschen: Vergass ich kurz nach dem Downloaden des AEDAN SKY Albums, dass es sich hier um ein französisches Projekt handelt, dachte ich beim Anhören immer wieder an die österreichischen Power Metaller Dragony und ihren Sänger Siegfried Samer. Stilistisch war ich mir sicher, dass dieser Mastermind hier ein Solo-Projekt veröffentlicht. Es hätte dafür alles perfekt gepasst.
Die Italiener NASTYVILLE bringen mit «Rebirth» ihr viertes Studio-Album in die Erdumlaufbahn. Was der Fünfer um Sänger Carlo Giordano musiziert, hört sich dabei gar nicht mal so schlecht an.